Über mir der Himmel
und um mich rum die See.
Mein Gesicht der Sonne zugewandt,
sehe ich das tiefe Blau unter mir nicht.
Ich schwimme so schon Jahr um Jahr.
Mein Fokus auf den Horizont, das Land,…
Doch nun tauche ich meinen Kopf unter,
sehe unter mir tiefes Blau und Schwärze.
Ich schwimm umher, lerne das Blau kennen.
Aber die Schwärze bleibt unbekannt.
Sie zieht mich an
und endlich gebe ich nach.
Ich tauche tiefer und tiefer.
Ich sehe und sehe.
Ich höre und fühle.
Ich nehme wahr.
Und so schwimme ich abermals Jahr um Jahr.
Ich schwimme an der Oberfläche,
schwimme im Blau,
schwimme in der Schwärze.
Irgendwann wird mir gewahr, was schon immer war,
was mich ausmacht,
was ich bin.
Was verborgen war, als ich oben schwamm,
was ich sah aber nicht sah hier in der Tiefe.
Der Wunsch, der immer war.
Ohne Sog.
Einfach da.
Perspektive: cupioro/cupio*-questioning aro, qpr-favourable, romance-oscillating (Beim Schreiben war ich mir fast sicher, dass ich cupioro bin, aber das schwankt sehr und es spielte sehr mit rein, dass ich Dinge über mich gelernt hab. Vielleicht bezieht sich cupio* auch doch auf eine andere Anziehung bei mir.)
~ Delfin